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Integrationskurse

Seit einigen Jahren nehmen Zuwanderer in Deutschland an den sogenannten Integrationskursen teil. Ihr Ziel: Die Migranten sollen sich im Alltag auf Deutsch verständigen können und so der deutschen Gesellschaft näher kommen und einen Einblick in die Rechtsordnung, Kultur und Geschichte Deutschlands bekommen.

Integrationskurse bestehen aus einem Sprachkurs (Deutschkurs) und aus einem Orientierungskurs. Im 60 stündigen Orientierungskurs stehen die deutsche Kultur, das Rechtssystem, die Politik und die Werteordnung im Vordergrund.

Die normalen Integrationskurse – Deutschkurse und Orientierungskurs -  bestehen aus 660 Stunden (eine Unterrichtsstunde ist 45 Minuten). Die Kurse unterteilt man in sechs Module. Ein Modul dauert 100 Stunden. Die Deutschkurse kann man als Vollzeitkurs (20 – 25 Stunden /Woche)  oder als Teilzeitkurs (10 - 12 Stunden/Woche) besuchen. Die Teilzeitkurse ermöglichen es auch Berufstätigen oder Eltern, an den Kursen teilzunehmen.

In jeder Stadt dürfen einige zugelassene Sprachschulen und Institutionen diese Kurse durchführen. Die Liste kann man mit dem Berechtigungsschein von der Ausländerbehörde bekommen. Bevor man mit einem Kurs anfängt, macht  man einen Einstufungstest, um das Anfangsmodul zu bestimmen.

Die Kursteilnehmer dürfen Ihre Sprachschulen selbst aussuchen und am Ende jeden Moduls auch wechseln, wenn man mit dem Kurs nicht zufrieden ist. Die regelmäßige Teilnahme an Kursen ist erforderlich.
Die Kurse werden durch Migrationserstberatungstellen, Jugendmigrationsdienste und durch Zusatzangebote ergänzt und unterstützt.

Die Integrationskurse funktionieren nach dem Prinzip: Fördern und Fordern.
Die Kurse werden vom Staat finanziell gefördert: Wenn jemand arbeitslos ist, oder staatliche Hilfe bekommt, übernimmt der Staat die gesamten Kurskosten. Wenn jemand arbeitet und ausreichendes Einkommen hat,  dann zahlt er pro Unterrichtsstunde 1,95 EUR (100 Stunden = 195 EUR) selbst, den Rest übernimmt der Staat. Die Studenten, die nur zum Studieren nach Deutschland gekommen sind, werden leider in der Regel nicht gefördert.

Die erfolgreiche Teilnahme an dern Integrationskursen werden auch gefordert: Die Kursteilnehmer müssen am Ende der Deutschkurse Sprachniveau B1 erreichen. Das wird durch die bestandene Zertifikat Deutsch Prüfung bestätigt. Wenn man die Prüfung "Deutschtest für Zuwanderer B1/A2" nicht mit dem B1 Niveau sondern mit dem A2 Niveau besteht, kann man noch zusätzlich 300 Stunden Deutschkurs (Wiederholungskurs) beantragen. Wenn man aber bei der Prüfung  unter dem A2 Nivau bleibt, dann muss man seine Widerholungskurse selber finanzieren!

Es gibt auch spezielle Kurse für Eltern, Frauen und für Teilnehmer(innen), die nicht richtig schreiben und lesen können. Diese Kurse dauern 900 Stunden, anschließend besucht man 60 Stunden den Orientierungskurs, den man auch mit einem Abschlusstest abschließt. Bei Bedarf kann man diese Kurse um weitere 300 Unterrichtstunden verlängern.

Wenn man die Prüfung "Deutschtest für Zuwanderer B1/A2" und den Abschlusstest Orientierungskurs bestanden hat, bekommt man das „Zertifikat Integration“, das bei der Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis und Erlangen der Niederlassungserlaubnis oder die deutsche Staatsangehörigkeit nützlich ist.

Über die aktuellen Details der Integrationskurse, über die Fördermöglichkeiten und Prüfungen beraten wir Sie gerne persönlich in unserem Büro (in mehreren Sprachen).
(Stand: November 2016)






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